Chaotische, unaufgeräumte Wohnung mit herumstehenden Kartons und Gegenständen als Sinnbild für fehlende innere Ordnung

Meine Wohnung sieht aus wie ein Katastrophengebiet.

Und das hat mich zum Nachdenken gebracht.

Meine Wohnung sieht aus wie ein Katastrophengebiet.

Und das hat mich zum Nachdenken gebracht.

Nach dem Umzug: Kartons überall.

Kein Durchkommen. Totales Chaos.
Kennt vermutlich jeder.

Aber während ich angefangen habe zu sortieren, ist mir etwas Altbekanntes sehr klargeworden: Ordnung im Außen schafft Ordnung im Inneren.

Wenn ich meinen Raum strukturiere, strukturiere ich gleichzeitig meinen Kopf.

Und wie strukturieren wir eigentlich?
Wir urteilen.
Wir kategorisieren.
Wir stecken Dinge in Schubladen – und das ist erst mal gut so.

Ohne Kategorien wären wir verloren.
Nur ein Rauschen aus Sinneseindrücken.
Kein Durchblick, keine Orientierung.

Das Problem entsteht woanders.

Nämlich dort, wo unsere Schubladen zu starr werden.
Wenn aus Kategorien Vorurteile werden.
Wenn wir aufhören, offen zu schauen, weil wir glauben, schon alles richtig einsortiert zu haben.

Die eigentliche Frage ist also nicht: Habe ich Kategorien?
Die Frage ist: Wie beweglich sind sie?

Können meine Schubladen noch umgebaut werden?
Kann ich eine Kategorie hinterfragen, wenn sie nicht mehr passt?
Oder halte ich eisern daran fest – im Außen wie im Inneren?

Ich glaube, ein Genie ist nicht wer das Chaos beherrscht. Genial ist es, das Chaos immer wieder neu zu ordnen ohne dabei die Offenheit zu verlieren.

So. Jetzt muss ich weiter aufräumen.

Chaotische, unaufgeräumte Wohnung mit herumstehenden Kartons und Gegenständen als Sinnbild für fehlende innere Ordnung
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