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Nur das worauf ich meine Aufmerksamkeit richte, kann ich bewusst wahrnehmen. In einem dunklen Keller kann ich nur dort etwas sehen, wo ich mit meiner Taschenlampe hin leuchte. Die Taschenlampe im dunklen Keller ist eine Metapher für unsere Aufmerksamkeit. Wenn ich mich von meinen Gedanken oder Umweltreizen ablenken lasse, bedeutet das nichts anderes als meine Aufmerksamkeit neu auszurichten. Ich verliere mein ursprüngliches Ziel im Keller so wortwörtlich aus den Augen.

Die Taschenlampe

Hier noch einmal zurück zum Thema Impulse: Wenn ich in jeder Situation selbstbestimmt und nicht automatisch reagieren möchte, muss ich lernen meine inneren Tendenzen wahrzunehmen, um sie dann, wenn nötig, unterbrechen und verändern zu können. Mit der Metapher der Taschenlampe ausgedrückt: Wenn ich kein Licht in den Raum zwischen Reiz und Reaktion bringe, kann ich diesen Raum auch nicht gestalten.

Wir kennen alle verschiedene eigene innere Stimmen und Tendenzen. Jeder von uns vereint ganz unterschiedliche Anteile in sich. Das ist ganz gut mit einer Fußballmannschaft oder einem Orchester vergleichbar.

Trainer oder Dirigent

Bei dir wie auch in diesen zwei Beispielen sind für ein stimmiges Zusammenwirken aller Beteiligten zwei Dinge nötig: – Es musst klar wahrgenommen werden, was aktuell passiert und es muss – jemand geben, der die Führung übernimmt Die Fußballmannschaft braucht einen Trainer, das Orchester einen Dirigenten und du einen inneren Chef, der bewusst wahrnimmt und aktiv festlegt wo du hin möchtest.

Veränderung und neue Wege kosten Energie: Um Dinge neu denken und fühlen zu können, brauche ich Energie. Es fühlt sich zunächst auch nicht stimmig an.

Neues kostet Energie

Gewohntes, Vertrautes und Bekanntes, ob gewünscht oder nicht, kämpft gegen das Neue an. Deshalb ziehen wir oft das vermeintlich kleine, wohlbekannte Leid einer tollen neuen, aber eben fremden und unvertrauten Option vor. Sich das Neue vertraut zu machen ist ein Prozess, der Bewusstheit bedarf und Energie kostet.

Neue Wege sind meist auch mit Unsicherheit verbunden. Diese Unsicherheit kann sowohl auf körperlicher wie auch mentaler Ebene spürbar werden. Deshalb ist es günstig sowohl das körperliche Spüren als auch das Denken so in den Coachingprozess zu integrieren, dass die Veränderungsprozesse dadurch unterstützt werden.

Denken und Fühlen

Auf körperlicher Ebene geht es darum, Sicherheit und Geborgenheit erlebbar zu machen. Körpertherapeutische oder hypnosystemische Ansätze können beispielsweise hier sehr hilfreich sein. Auf mentaler Ebene gilt es zunächst Wissen darüber zu vermitteln, wie Veränderungsprozesse funktionieren. Klienten sollen erkennen das Veränderung Arbeit bedeutet. Wenn Klienten unvorbereitet von den unausweichlichen Schwierigkeiten eines jeden Veränderungsprozesses überrascht werden, ist die Gefahr groß, dass sie in alte Muster zurückfallen.

Unser Denken ist schnell, unsere Impulse, Emotionen und unserer Körpergefühl aber meist noch viel schneller. Wir haben in fast allen Situationen eine schnelle und automatische Antwort parat. Nur ist diese oft weder von uns selbst noch von unserer Umwelt erwünscht. Dort eine Veränderung zu schaffen ist wie wir alle wissen oft sehr schwer.

Raum zwischen Reiz und Reaktion

Je schneller ich auf einen Umweltreiz reagiere, desto geringer ist meine Chance selbstbestimmt zu entscheiden wie ich reagieren möchte. Deshalb ist es so wichtig Zeit zu gewinnen, um unerwünschte automatische Antworten zu unterbinden und Veränderungen zu schaffen. Das Erkennen von eigenen kritischen Auslösereizen und das Üben in solchen Situationen Zeit zu gewinnen, sind für mich zentrale Bestandteile für die Begleitung von Veränderungsprozessen.

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